RelevoLab
Häufige Fragen, zwölf Antworten

Was Häuser fragen, bevor sie entscheiden.

Diese Fragen kommen fast immer, und meistens früh. Die Antworten stehen hier vollständig, auch die, die gegen einen einzelnen Ablauf sprechen und die, die gegen eine Zusammenarbeit sprechen könnten.

01

Welche Abläufe lassen sich überhaupt automatisieren?

Der gemeinsame Nenner ist nicht der Kanal, sondern die Wiederholung: ein Vorgang, der oft genug gleich abläuft, dass sich seine Regeln beschreiben lassen. Das trifft auf deutlich mehr zu als auf die Korrespondenz.

Regelmäßige Kandidaten sind Reservierungs- und Standardanfragen, Gruppen- und Veranstaltungsanfragen von der Anfrage bis ins Angebot, die Prüfung von Rechnungen gegen Bestellung und Lieferschein, wiederkehrendes Reporting, die Pflege von Raten, Texten und Bildern über mehrere Kanäle, Schichtübergaben, Mängel- und Wartungsmeldungen, Prüfprotokolle, dazu Auskünfte an das eigene Team und die Einarbeitung.

Diese Liste ist der Startpunkt für den Workshop, nicht das Angebot. Welche Abläufe im eigenen Haus tragen, entscheidet die Bewertung, und sie ist keine Auswahl aus einem Katalog.

02

Muss das Haus sein System wechseln, oder kommt ein weiteres dazu?

Nein, ein Systemwechsel ist keine Voraussetzung. Automatisierung dockt an das an, was im Haus steht: PMS, Channel Manager, Buchhaltung, Microsoft 365, vorhandene Tabellen und Aufgabenlisten. Ein Wechsel ist eine eigene Entscheidung, die mit dem Vorhaben nichts zu tun hat.

Der Regelfall ist auch, dass keine weitere Oberfläche dazukommt: Ein zusätzliches Login, das jemand pflegen und im Blick behalten muss, ist das Gegenteil des Ziels. Gearbeitet wird dort, wo das Team ohnehin arbeitet.

Wenn im Einzelfall doch ein eigenes Werkzeug die bessere Antwort ist, steht das mit Begründung in der Bewertung, samt Aufwand für Pflege und Betrieb. Verschwiegen wird es nicht, und entschieden wird es von Ihnen.

03

Handelt die KI selbstständig, oder entscheidet am Ende ein Mensch?

Ein Mensch entscheidet. In den gebauten Systemen gibt es keinen Pfad, auf dem etwas ohne Freigabe hinausgeht. Er ist nicht abgeschaltet, sondern nicht vorhanden.

Das gilt für die Antwort an einen Gast genauso wie für den Eintrag, der danach in PMS, Kalender oder Tabelle geschrieben wird: erst die Freigabe, dann die Ausführung. Was das System liefert, ist ein Vorschlag mit allem, was zur Entscheidung nötig ist.

Das entspricht der menschlichen Aufsicht nach Artikel 14 der EU-KI-Verordnung. Im Betrieb ist es der Unterschied zwischen einem Werkzeug, dem das Team vertraut, und einem, das es umgeht.

04

Was passiert mit den Daten?

Verarbeitung innerhalb der EU, Mandantentrennung auf Datenbankebene und kommerzielle KI-Schnittstellen unter No-Training-Bedingungen: weder Eingaben noch Ausgaben fließen in das Training von Modellen.

Ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 28 DSGVO gehört zu jedem Vertrag. Welche Daten ein Ablauf überhaupt braucht, wird in der Analyse festgelegt, und zwar nach unten: was nicht gebraucht wird, wird nicht angefasst.

05

Sie bewerten und Sie bauen. Wie unabhängig ist die Empfehlung dann?

Die berechtigte Frage. Die Antwort ist keine Beteuerung, sondern der Zuschnitt: Verstehen und Bewerten sind ein eigener Auftrag mit eigenem Ergebnis. Er wird geliefert und bezahlt, auch wenn danach nichts gebaut wird.

Das Ergebnis ist schriftlich und begründet, mit Aufwandsschätzung und Reihenfolge. Es ist so geschrieben, dass Ihre eigene IT oder ein anderer Dienstleister damit arbeiten kann. Wer nur den Teil braucht, hat ihn vollständig.

Dazu kommt: keine Provision, keine Vertriebspartnerschaft mit einem Softwareanbieter, kein Produkt, das am Ende der Analyse verkauft werden muss. Wenn die Empfehlung lautet, einen Ablauf so zu lassen, steht das drin.

06

Was passiert, wenn sich ein Ablauf nicht zum Automatisieren eignet?

Dann steht genau das im Ergebnis, mit Begründung, und die Arbeit geht an die Stelle, an der mehr drin ist. In einem laufenden Betrieb gibt es fast immer mehr als einen Kandidaten, deshalb endet eine Bewertung selten mit einer leeren Liste.

Betroffen sind einzelne Abläufe, nicht das Vorhaben: einer mit vielen Ausnahmen, wenig Volumen oder unklarer Zuständigkeit wird durch Automatisierung meist teurer statt schneller. Das vorher zu wissen ist billiger, als es hinterher zu merken.

07

Ab welcher Größe lohnt sich Automatisierung?

Entscheidend ist nicht die Zimmerzahl, sondern das Volumen an gleichartigen Vorgängen und die Zahl der Menschen, die denselben Vorgang anfassen.

Ein Haus, in dem sich derselbe Ablauf täglich wiederholt, ob Anfragen, Rechnungsprüfung, Datenpflege oder Schichtübergabe, profitiert früher als eine große Gruppe mit vielen Sonderfällen und wenig Wiederholung.

08

Warum stehen keine Zahlen zur Zeitersparnis auf dieser Seite?

Weil belastbare Werte aus dem jeweiligen Haus stammen und nicht aus einer Broschüre. Was ein Ablauf heute kostet, wird in der Analyse gemessen.

Vorher genannte Prozentwerte sind Verkaufsargumente, keine Prognosen. Deshalb steht auf dieser Website keine einzige Ersparnis in Prozent oder Stunden.

09

Gilt das nur für Gruppen oder auch für einzelne Häuser?

Beides, mit unterschiedlichem Zuschnitt. Ein einzelnes Haus braucht meist wenige, klar abgegrenzte Eingriffe an der Stelle mit dem höchsten Wiederholungsanteil.

Eine Gruppe braucht zusätzlich eine Antwort darauf, wie sich Hausregeln unterscheiden dürfen, ohne dass für jedes Haus eine eigene Lösung entsteht.

10

Ein laufendes Projekt liefert nicht. Hilft das hier?

Häufig ja, und häufig ist der Befund unangenehm: Automatisiert wurde ein Ablauf, der vorher nicht verstanden war, oder einer, dessen Ausnahmen den Regelfall überwiegen.

Die Bewertung ist in diesem Fall dieselbe Arbeit, nur mit einem bestehenden System als zusätzlichem Datenpunkt. Ergebnis kann auch sein, das Vorhandene zu reparieren statt etwas Neues zu bauen.

11

Welche Systeme lassen sich anbinden?

Angebunden wird über die Schnittstellen, die das jeweilige System anbietet: PMS, Channel Manager, Buchhaltung, Kassen- und Zeitwirtschaftssysteme, Ticket- und Aufgabenwerkzeuge, Microsoft 365 über die Graph-Schnittstelle, dazu Tabellen und Exporte. Ob ein System trägt, entscheidet seine Schnittstelle, nicht sein Name.

Wo keine Schnittstelle existiert, wird das in der Bewertung als Aufwand benannt, statt es zu übergehen.

12

Wie beginnt eine Zusammenarbeit, und was kostet sie?

Mit ein paar Sätzen per E-Mail: was hereinkommt, was passieren muss, welche Systeme beteiligt sind und wo es aktuell hakt. Darauf folgt ein Workshop mit Leitung und Team, um zu klären, wohin das Haus überhaupt will.

Daraus entsteht ein abgegrenzter Auftrag für Verstehen und Bewerten. Die fünf Schritte gehören zusammen: eine Bewertung ohne die Schritte davor ist geraten. Ob danach gebaut wird, ist eine eigene Entscheidung mit eigenem Vertrag.

Aufwand und Dauer hängen am Ausschnitt. Die meisten Häuser wissen bereits, welcher Teil des Betriebs gemeint ist; je enger er ist, desto kürzer die Analyse. Der Ausschnitt und der Rahmen werden vor Beginn schriftlich festgelegt, nicht unterwegs.

Kontakt

Frage nicht dabei? Dann stellen Sie sie.

Ein paar Sätze genügen: was reinkommt, was passieren muss, welche Systeme beteiligt sind, wo es hakt. Antwort innerhalb eines Werktags.

Frage schicken

Die drei Fragen, die im Erstgespräch ohnehin kommen:

01Welcher Teil des Betriebs ist gemeint?
02Wie oft läuft der Vorgang, und wie oft gleich?
03Wer entscheidet heute im Sonderfall?